Mittagsdialog (08.09): Wer spricht im Internet – und wer wird gehört?
In unserem Mittagsdialog: "Wer spricht im Internet – und wer wir gehört? Digitales Empowerment marginalisierter Perspektiven gestalten" erfahrt ihr mehr über die Mitgestaltung digitaler Räume.

Bild: Ketut Subiyanto
Von Zukunft D
Digitale Räume sind zentrale Orte gesellschaftlicher Aushandlung. Doch Teilhabe allein bedeutet noch keine echte Mitgestaltung. Wie können junge Menschen darin gestärkt werden, ihre Perspektiven einzubringen und digitale Räume aktiv mitzugestalten? Darüber möchten wir am Dienstag, den 08.09.2026, gemeinsam mit euch ins Gespräch kommen.
Die Studie „Lauter Hass, leiser Rückzug” macht deutlich: Digitale Teilhabe ist wichtig, reicht aber oft nicht aus. Intersektional marginalisierte Gruppen, die sich im Internet bewegen, sind auch besonders stark von Anfeindungen auf Social Media und in Kommentarspalten betroffen. In der Folge ziehen sich viele aus dem Diskurs zurück – ein großer Verlust für demokratische Partizipation. Der Begriff Empowerment wurde in den letzten Jahren in vielen Kontexten und oft inflationär benutzt, ist aber als machtkritische Antwort auf Diskriminierung essenziell – in digitalen genauso wie in analogen Räumen.
Was müssen Akteure und Organisationen, die diese Räume mitgestalten, leisten, damit aus Teilhabe junger Menschen echte Handlungsmacht wird? Wie lässt sich digitales Empowerment für marginalisierte Gruppen praktisch gestalten, ohne bestehende Machtverhältnisse im Netz zu reproduzieren? Und welche Rolle können medienpädagogische Ansätze dabei spielen, um Handlungsmacht zu stärken?
Zu der Referentin:
Rebecca Wienhold ist Medienpädagogin und Trainerin für Diversity, Rassismuskritik und Empowerment. An der Schnittstelle von Medienkompetenzförderung und Antidiskriminierungsarbeit versteht sie Medienkompetenz als politische Praxis. In ihrer Arbeit legt sie den Fokus darauf, wie Rassismus und andere Diskriminierungsformen in Medien und Künstlicher Intelligenz gespiegelt und verstärkt werden – insbesondere aus einer intersektionalen Perspektive.
In Workshops, Trainings und Seminaren möchte sie gemeinsam mit pädagogischen Fachkräften, jungen Menschen und Studierenden diskriminierende Narrative sichtbar machen – in klassischen Medien, in KI-Systemen und in Kommentarspalten auf Social Media. Ihr Ziel ist es, Menschen zu sensibilisieren und gemeinsam Verantwortung für solidarische, diskriminierungskritische digitale Räume zu übernehmen. Neben ihrer Tätigkeit als Trainerin veröffentlicht sie auch Texte in Fachpublikationen u.a. im Buch “Vielfalt” vom Duden-Verlag.
An wen richtet sich das Event?
An Fachkräfte aus Medienpädagogik, politischer Bildung, Jugendarbeit und Zivilgesellschaft sowie alle, die digitale Räume diskriminierungssensibel gestalten und die Handlungsmacht junger Menschen stärken möchten.
Wann: 08.09.2026, 12:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Ort: Das Treffen findet digital über Zoom statt, hier gelangst du zu der Zoom-Sitzung.
Anmeldung: Die kostenlose Anmeldung erfolgt über diesen Link!
Hinweis
Die Vorträge der Referierenden werden über Zoom aufgezeichnet und die Inhalte im Anschluss öffentlich zugänglich gemacht. Dabei wird ausschließlich der Vortrag der referierenden Person aufgenommen. Teilnehmende werden weder gefilmt noch sind ihre Namen oder sonstige personenbezogene Daten in den veröffentlichten Aufzeichnungen sichtbar.
Von Zukunft D