Demokratie- und Medienbildung in der digitalisierten Gesellschaft stärken – Ein Rückblick auf die Bildungsmesse
Zukunft D war in diesem Jahr auf der didacta vertreten.

Von Zukunft D
Wie verändert sich unsere Demokratie in einer digitalisierten Welt? Und welche Werkzeuge brauchen Fachkräfte im Bildungsbereich und Multiplikator*innen, um den daraus entstehenden Anforderungen an die Demokratie- und Medienbildung zu begegnen? Auf Europas größter Bildungsmesse haben wir diese Fragen mit zahlreichen Besucher*innen diskutiert – und dabei neue Materialien und Formate vorgestellt. Hier unser Fazit aus einer Woche voller Inspiration und Austausch.
Die Tage auf der didacta waren geprägt von intensiven Gesprächen und neuen Impulsen. Auf Europas größter Bildungsmesse präsentierten wir vom 10.-12. März 2026 als bundesweite Initiative zur Stärkung der Demokratie in einer digitalisierten Gesellschaft unsere Arbeit. Unser Stand wurde zum Treffpunkt für zahlreiche Besucher*innen und pädagogische Fachkräfte, die sich für Demokratie- und Medienbildunginteressieren. In vielen persönlichen Gesprächen und im Rahmen von sechs organisierten Meetups tauschten wir uns mit Fachkräften und Multiplikator*innen aus. Zentrale Themen waren beispielsweise (digitale) Beteiligungsformate und Diversitätssensibilität.
Interaktive Formate zum Mitmachen
Neben dem Austausch luden wir an mehreren Stationen zum Ausprobieren ein. Gemeinsam reflektierten wir, wie aus Ideen gelebte Demokratie werden kann – ein Prozess, der Zusammenarbeit und offenenDialog erfordert. Ein besonderes Highlight war unser Quiz zu Demokratie und Künstlicher Intelligenz. Es ging darum, welche Fragen rund um KI und Demokratie aktuell wichtig sind. Viele Besucher*innen spielten mit und diskutierten anschließend über die Rolle von Algorithmen bei Wahlen. Auch unser Brettspiel-Prototyp „Mission Mitreden: Alle beteiligt?" zog zahlreiche Interessierte an. Damit konnten Teilnehmende gemeinsam einen exemplarischen Beteiligungsprozess durchleben und erfahren, wie solche Prozesse gelingen – und woran sie scheitern können.
Neue Materialien für die Bildungspraxis
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Vorstellung von aktuellen Materialien sowie dem Ausblick auf die Plattform von Zukunft D. Wir präsentierten das Buch „Grundrechte im Digitalen" inklusive desbegleitenden Kartensets. Über 25 Expert*innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Bildung und Recht haben in dem Sammelband ihre Expertise geteilt. Die Bandbreite der Themen reicht von digitaler Überwachung über KI, Algorithmen und deren Wirkung auf Grundrechte bis hin zu digitalem Gewaltschutz, Geschlechtergerechtigkeit und Presse- oder Meinungsfreiheit. Diese Ressourcen sollen Fachkräfte dabei unterstützen, digitale Grundrechte verständlich zu vermitteln und praktische Ansätze in ihrer Bildungsarbeit zu integrieren.
Vernetzung als Kernanliegen
Als bundesweite Initiative ist Vernetzung eines unserer wichtigsten Anliegen. Wir wollen die Zusammenarbeit von Praxis, Zivilgesellschaft, Verwaltung und Forschung fördern und nachhaltigen Wissensaustausch ermöglichen. Bei einem unserer Meetups richteten wir den Fokus auf wirkungsvolle Kooperation im Bereich Demokratie- und Medienbildung und tauschten uns zu den Fragen aus, was ein starkes Netzwerk braucht, das Wissen bündelt, Kräfte verbindet und gemeinsam Wirkung entfaltet. Vielen Dank an alle, die uns besucht haben! An die Einblicke und vielfältigen Perspektiven der vergangenen Woche werden wir auch in diesem Jahr weiter anknüpfen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in unsere weitere Arbeit ein und helfen uns, noch gezielter Unterstützung für den Bildungssektor anzubieten.

Von Zukunft D